Simulating Urban Traffic


DI Herbert Paulis; Eveline Prochaska, BSc (FH Campus Wien)

Für Verkehrsmodelle, die eine Grundlage für effiziente kleinstädtische Verkehrsplanung bieten sollen, wird ein System zur Mikrosimulation entwickelt. Ziel ist es, ein frei konfigurierbares möglichst einfach zu bedienendes Tool zu bekommen, das es auch im kleinstädtischen Raum erlaubt, temporäre oder permanente Änderungen der Verkehrssituation vorher auf seine Auswirkungen auf den Straßenverkehr hin zu untersuchen. Das Simulationssystem soll sich vor allem durch folgende Besonderheiten auszeichnen:

  • Modulare Erstellung des Straßenmodells, um bestehende Verkehrssituationen möglichst realistisch nachbilden zu können. Diese soll beliebig modellierbar sein und die Aufnahme und Interaktion verschiedenster in stochastischen Abständen generierter Verkehrs-teilnehmer ermöglichen. Diese Modularität stellt komplexe Anforderungen an die verwendeten Datenmodelle, da Optimierung auf Modularität und auf Simulation zueinander in einem konkurrierenden Verhältnis stehen.
  • Originalgetreue Simulation der Kreuzungssituation in Bezug auf Vorrangsituationen und Ampeln. Bisherige Modelle behandeln Kreuzungssituationen nur theoretisch oder sehr vereinfacht (z.B. Vier-Phasen-Modell). Diese soll hier möglichst realitätsnahe nachgebildet werden.
  • Realistisches Simulationsverhalten im Zusammenhang mit dem Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmer. Durch die im Modell verwendeten Datenstrukturen soll sichergestellt werden, dass jeder Verkehrsteilnehmer ein „individuelles“ Objekt mit (im Rahmen von Grenzwerten) eigenständigen Verhaltensparametern ist.

urbanTraffic1

urbanTraffic2