Wie können Maschinen sehen?


Prof. Dr. Markus Vincze (TU Wien)

„Wir arbeiten daran, den Robotern das Sehen beizubringen“, erklärt Professor Markus Vincze. Dadurch können sie sich selbstständig im Raum orientieren und Objekte erkennen. Den Robotern Kameras einzubauen oder sie mit Laserstrahlen den Raum abtasten zu lassen ist nicht schwierig – die Kunst besteht darin, diese Daten möglichst intelligent zu verwenden, sodass sich der Roboter selbstständig in seiner Umgebung zurechtfindet. Der Haushaltsroboter „James“ zum Beispiel beherrscht das schon sehr gut: Man muss ihn nur durch die Wohnung führen, und ihm die wichtigsten Plätze zeigen – danach schafft er es ganz alleine, sich zu orientieren und die richtigen Wege von einem Ort zum anderen zu finden. „Das Ziel ist, einen Roboter-Butler zu haben, der uns auf Befehl eine Tasse Tee aus der Küche holt, oder sich vielleicht auf die Suche nach einer Medikamentendose macht“, erklärt Markus Vincze.
Mit Armen ist der Haushaltsroboter James bisher noch nicht ausgestattet – doch auch daran wird an der TU Wien bereits gearbeitet. Ein Greifarm wird mit Kameras verbunden, so dass der Greif-Roboter automatisch Objekte erkennen und Gegenstände sortieren kann. „Bei uns wird man auch sehen können, wie verschiedene Roboter ihre Umwelt optisch wahrnehmen“, kündigt Markus Vincze an. „Es gibt ganz verschiedene Roboter-Kameras – etwa die, die man von Videospiel-Konsolen kennt. Sie alle liefern ganz unterschiedliche Bilder.“

vincze